Die Kreuzschnäbel sind allerliebste Thierchen; Männchen und Weibchen sind in Farbe ganz verschieden von einander, ersteres zeigt ein angenehmes Gemisch von Scharlachroth und Orangengelb, welches, auf der Brust in Olivengrün und Braun verläuft; letzteres gleicht mehr unsrer Goldammer, nur daß seine Farben nicht so glänzend sind, und überdies ist es weit sanfter und sieht unschuldiger und harmloser aus; sie kommen im Winter eben so traulich und furchtlos, wie die Rothkehlchen in der Heimath, an unsre Fenster und Thüren.

Bei Annäherung der strengen Jahreszeit ziehen die meisten unsrer Vögel fort; selbst das hohltönende Gehämmer des rothköpfigen und des kleinen grau und weißgefleckten Baumhackers wird nicht mehr vernommen. Das scharfe Geschrei des Eichhörnchens ertönt seltner; und Stille, unheimliche und ununterbrochne Stille herrschen im Herzen des Winters.

Beinahe hätte ich meine kleinen Lieblinge vergessen, eine Meisen-Art, die uns nie ganz verläßt. An hellen warmen sonnigen Tagen sehen wir ganze Flüge dieser zarten Vögel sich auf den gefiederten Zweigen der Schierlings-Tannen oder strauchigen Fichten auf