„Haltet den Dieb, haltet den Dieb!“
Aber es war zu spät.
Während Ulenspiegel sprach, näherten sich ihm die beiden reichen Juden, die mit großer Aufmerksamkeit zugehört hatten, und sagten zu ihm:
„Was hast Du da feil, Vlamländer?“
„Säcklein“, versetzte Ulenspiegel.
„Was sieht man mit Hilfe Deiner Prophetenbeeren?“ fragten sie.
„Die künftigen Ereignisse, wenn man sie in den Mund nimmt,“ versetzte Ulenspiegel.
Die beiden Juden beredeten sich, und der Ältere sagte zum andern.
„Derart könnten wir sehen, wann unser Messias kommen wird. Solches würde ein großer Trost für uns sein. Laß uns eins dieser Säcklein erstehen. Wie teuer verkaufst Du sie?“ fragten sie.
„Fünfzig Gülden“, versetzte Ulenspiegel. „Wenn Ihr mir die nicht zahlen wollt, so geht nur hinweg. Wer das Feld nicht kauft, muß den Misthaufen lassen, wo er ist.“