„Nein“, sagten sie.

„Und wenn der Mensch gut ißt und trinkt, sucht er dann den Staub der Straßen und das Wasser der Gräben, die voll von Blutegeln sind?“

„Nein,“ sagten sie.

„Wohlan,“ sprach Ulenspiegel weiter, „so laßt uns bleiben, solange meine Gülden und Taler uns als Trichter dienen, um Getränke in unsere Kehlen zu gießen.“

Und er hieß den Wirt noch mehr Wein und Wurst auftragen.

Während sie tranken und aßen, sprach Ulenspiegel:

„Ich bezahle, ich bin jetzo Landgraf. Was würdet Ihr tun, Kameraden, wenn meine Geldkatze leer wäre? Ihr würdet meinen Hut von weichem Filz nehmen und finden, daß er voll Karolus ist, sowohl im Boden als zwischen der Krempe.“

„Laß ihn uns befühlen“, sprachen sie alle mitsammen. Und seufzend fühlten sie darin zwischen den Fingern große Geldstücke, die den Umfang von Goldkarolus hatten. Einer von ihnen betastete ihn aber mit solcher Vertraulichkeit, daß Ulenspiegel ihn ihm wieder fortnahm und sagte:

„Du ungestümer Melker, man muß die Zeit zum Melken abwarten können.“

„Gib mir den halben Hut“, sprach der Schelmenbruder.