Soetkin sagte unter Tränen:

„Ich werde zum König Philipp gehen, er wird Dich begnadigen.“

Klas antwortete:

„Der König erbt die Vermögen der Märtyrer.“ Dann fügte er bei:

„Weib und geliebter Sohn, ich gehe traurig und voller Harm aus dieser Welt. Wenn ich etwelche Furcht vor dem Leiden für meinen Körper habe, so bin ich gleicherweise recht betrübt zu denken, daß, wenn ich nicht mehr bin, Ihr alle beide arm und elend sein werdet, denn der König wird Euch Eure Habe nehmen.“

Mit leiser Stimme antwortete Ulenspiegel:

„Nele hat gestern alles mit mir in Sicherheit gebracht.“

„Des bin ich froh,“ antwortete Klas, „der Angeber wird nicht über meinen Nachlaß lachen.“

„Möge er vielmehr sterben,“ sprach Soetkin, das Auge voll Haß, ohne zu weinen.

Aber Klas sprach, der Karolus gedenkend: „Du warst schlau, Tyll, mein Söhnchen. Dann wird meine Wittib Soetkin in ihren alten Tagen nicht Hunger leiden.“