„Warum weiß er nicht, was er sagt?“ fragte der Amtmann voll Arglist.

„Fraget sie nicht, Ihr Herren Richter; Ihr seht wohl, daß sie vor Schmerz von Sinnen ist. Der Fischhändler hat gelogen“, sprach Ulenspiegel.

„Wirst Du so wie er aussagen, Weib?“ fragte der Amtmann.

Soetkin nickte mit dem Kopf.

„Verbrennt den Fischhändler!“ schrie Ulenspiegel.

Soetkin schwieg, aber sie hielt die geballte Faust hoch, als wollte sie ihn verfluchen.

Da sie jedoch die Kohlen in hellerer Glut unter den Füßen ihres Sohnes aufflammen sah, schrie sie:

„Herr Gott! heilige Jungfrau, die Ihr im Himmel seid, macht dieser Marter ein Ende. Habt Erbarmen! Nehmt das Kohlenbecken fort!“

„Der Fischhändler!“ ächzte Ulenspiegel.

Und er brach das Blut in Strömen durch Nase und Mund aus, neigte den Kopf und blieb über den Kohlen hängen.