Um Mitternacht des Donnerstags ward Soetkin von Bibulus Schnuffius aufgeweckt, der scharf, doch nicht lange bellte. Vermeinend, daß es nur ein blinder Lärm sei, schlief sie wieder ein.

Am Freitag morgen, da Soetkin und Ulenspiegel bei Tagesgrauen aufgestanden waren, sahen sie nicht wie üblich Katheline in der Küche, noch das Feuer angezündet, noch die Milch auf dem Feuer kochen. Das nahm sie wunder, und sie sahen nach, ob sie etwan im Garten wäre. Dort erblickten sie sie, ohngeachtet ein feiner Regen fiel, im Hemde, durchnäßt und erstarrt; aber sie wagte nicht hereinzukommen.

Ulenspiegel ging zu ihr und sagte:

„Was tust Du da fast nackend, derweil es regnet?“

„Ach,“ sprach sie, „ja, ja, großes Wunder!“

Und sie wies auf den Hund, der erdrosselt und ganz steif war.

Ulenspiegel gedachte alsogleich des Schatzes und lief hin. Das Loch war leer und die Erde weithin zerstreut.

Er sprang auf Katheline los und schlug sie.

„Wo sind die Karolus?“ fragte er.

„Ja, ja, großes Wunder!“ antwortete Katheline.