Von Schmerz verzehrt, sagte sie endlich eines Abends:

„Klas, mein Mann! Tyll, mein Sohn! Dank sei Dir, Gott, daß Du mich hinweg nimmst.“

Und sie starb mit einem Seufzer.

Da Katheline sich nicht traute, bei ihr zu wachen, taten Nele und Ulenspiegel es mitsammen, und sie beteten die ganze Nacht für die Verstorbene.

Bei Tagesanbruch flog eine Schwalbe durchs offene Fenster.

Nele sagte:

„Der Vogel der Seelen, das ist ein gutes Zeichen: Soetkin ist im Himmel!“

Die Schwalbe kreiste dreimal um das Gemach und flog dann hinaus, einen Schrei ausstoßend.

Dann kam eine zweite Schwalbe, größer und schwärzer als die erste. Sie umkreiste Ulenspiegel, und er sagte:

„Vater und Mutter, die Asche brennt auf meiner Brust; ich werde tun, was ihr begehrt!“