Klasens Asche brannte auf Ulenspiegels Brust.

„Laß uns gehen,“ sprach er zu Lamm. „Glücklich, die den Mut aufrecht und den Degen hoch halten in den düstren Tagen, die da kommen werden.“


8


Eines Tages im Augustmonat ging Ulenspiegel in der flandrischen Straße zu Brüssel vor dem Hause von Jan Potztausend vorbei, welcher also genannt ward, weil sein väterlicher Großvater im Zorn so zu fluchen pflegte, um nicht den allerheiligsten Namen Gottes zu lästern. Besagter Potztausend war seines Zeichens Sticker; aber da er durch unmäßiges Trinken taub und blind geworden, stickte sein Weib, eine alte Gevatterin mit mürrischer Miene, an seiner Statt die Röcke, Wämser, Mäntel und Schuhe der Herren. Ihr hübsches Töchterlein half ihr bei dieser einträglichen Arbeit.

Da Ulenspiegel zur Dämmerstunde vor sotanem Hause vorüberging, sah er das Mägdlein am Fenster und hörte es rufen:

„Erntemond, Erntemond,

Sag an, holder Mond,

Wer wird mich freien,