„Was brennt denn?“
„Deine Augen und mein entflammtes Herz“, erwiderte Ulenspiegel.
Und er flog an ihren Mund.
„Du issest mich auf“, sagte sie.
„Ich habe die Kirschen gern“, sagte er.
Sie blickte ihn lächelnd und betrübt an. Plötzlich sagte sie weinend: „Komm nicht mehr hierher. Du bist ein Geuse und Feind des Papstes, komme nicht wieder ...“
„Deine Mutter!“ sagte er.
„Ja,“ sprach sie errötend. „Weißt Du, wo sie zur Stunde ist? Sie horcht da, wo es brennt. Weißt Du, wohin sie alsbald gehen wird? Zum Roten Hund, um alles zu berichten, was sie weiß, und dem Herzog, der da kommen wird, das Werk zu bereiten. Flieh, Ulenspiegel, ich rette Dich, flieh. Noch einen Kuß, aber komm nicht wieder; noch einen, Du bist schön, ich weine / aber geh.“
„Wackeres Mägdlein“, sprach Ulenspiegel und hielt sie umfangen.
„Ich war es nicht allezeit,“ sagte sie. „Ich war wie sie ...“