Ulenspiegel sah eine große Hammelkeule auf die Spitze der Hellebarde gespießt. Er nahm sie und sagte:

„Keule gegen Keule: diese ist mir lieber als der Keulenärmel an meinem Wams. Ich werde eine Markflöte daraus machen, um Dein Loblied zu singen, Du barmherziger Hellebardier. Jedoch,“ sagte er, die Keule benagend, „was ist eine Mahlzeit ohne Nachtisch? Was ist eine Keule, so saftig sie auch sei, wenn dem Pilger hernach nicht ein Stück Kuchen lächelt?“

So sprechend, faßte er mit der Hand nach dem Gesicht, denn zwei Kuchen, so aus der Schar der losen Jungfrauen kamen, waren einer auf seinem Auge, der andere auf seiner Wange zerquetscht. Und die Mädchen lachten und Ulenspiegel antwortete:

„Großen Dank, Ihr herzigen Mägdlein, daß Ihr mir den Ritterschlag mit Zuckerbrot gebet.“

Aber die Kuchen waren zu Boden gefallen.

Plötzlich erdröhnten die Trommeln, die Pfeifen gellten und die Soldaten marschierten davon. Herr von Beauvoir hieß Ulenspiegel von seinem Baume herabsteigen und neben dem Kriegervolk einherziehen, von dem er hundert Meilen hätte fern sein mögen. Denn er witterte aus den Worten etlicher finster dreinschauender Kriegsknechte, daß er ihnen verdächtig sei und daß sie ihn alsbald für einen Spion nehmen, ihn durchsuchen und aufknüpfen würden, wenn sie seine Sendschreiben fänden.

Drum ließ er sich in einen Graben fallen und schrie:

„Erbarmen, Ihr Herren Soldaten, ich habe das Bein gebrochen, ich könnte nicht mehr gehen, lasset mich in den Wagen der Mädchen steigen.“

Aber er wußte, daß der eifersüchtige Waibel es ihm nicht verstatten würde.

Die aus dem Wagen riefen ihm zu: