Ulenspiegel ging also, von der ganzen Hochzeitsgesellschaft gefolgt, in die Kirche und vermählte sich allda vor dem Priester mit Tannekin, die so schön und reizend, so freundlich und rundlich war, daß er gern in ihre Wangen gebissen hätte wie in einen Liebesapfel. Und er sagte es ihr, da er aus Scheu vor ihrer sanften Schönheit es nicht zu tun wagte. Sie aber sprach schmollend zu ihm:

„Laß mich; da ist Hans, der sieht Euch an, um Euch umzubringen.“

Und ein Mägdlein, ein eifersüchtiges, sagte zu ihm:

„Such anderswo; siehest Du nicht, daß sie Angst vor ihrem Manne hat.“

Lamm rieb sich die Hände und rief aus:

„Du sollst sie nicht alle haben, Taugenichts.“

Und er freute sich baß.

Ulenspiegel nahm sein Leid in Geduld hin und kehrte mit den Hochzeitsgästen zum Pachthof zurück. Und da trank er, sang und war guter Dinge und trank dem eifersüchtigen Mägdlein zu. Des war Hans froh, aber nicht Tannekin noch des Mägdleins Bräutigam.

Bei hellem Sonnenschein und frischem Winde fuhren die Wagen um Mittag, mit Grün und Blumen geschmückt davon, mit flatternden Fahnen und beim fröhlichen Klang der Schellentrommeln, Schalmeien, Quer- und Sackpfeifen.

In Albas Lager war ein ander Fest. Nachdem die Wachen und Vorposten Alarm geblasen hatten, kamen sie nacheinander zurück und meldeten: