„Du setzest Dich auf dein Tier, wie die Bauern tun, und niemand wird über dich spotten, da Du wie ein Bauer gekleidet bist und nicht gleich mir einen Degen, sondern nur einen Spieß trägst.“

„Mein Sohn,“ sprach Lamm, „bist Du sicher, daß unsere beiden Pässe uns in den kleinen Städten helfen können?“

„Habe ich nicht des Pfarrers Zeugnis,“ sagte Ulenspiegel, „mit dem großen Kirchensigill aus rotem Wachs, so an zwei Pergamentschwänzen daran hänget, und unsere Beichtzettel? Die Söldlinge und Bluthunde des Herzogs vermögen nichts wider zwei so trefflich versehene Männer. Und die schwarzen Rosenkränze, die wir zu verkaufen haben? Wir sind alle beide Reiter, Du Vläme und ich ein Deutscher, und reisen auf ausdrücklichen Befehl des Herzogs, die Ketzer dieses Landes durch Verkauf geweihter Sachen dem heiligen, katholischen Glauben zu gewinnen. Derart werden wir allerorten eindringen, in die Häuser der adligen Herren und in die fetten Abteien. Und sie werden uns salbungsvolle Gastfreundschaft gewähren. Und wir werden ihre Geheimnisse erlauschen. Leck Deine Lefzen, mein sanfter Freund.“

„Mein Sohn,“ sagte Lamm, „wir treiben das Handwerk von Spionen.“

„Nach Recht und Gesetz des Krieges,“ entgegnete Ulenspiegel.

„So sie die Tat an den drei Predigern erfahren, ist es um uns geschehen,“ sprach Lamm.

Ulenspiegel sang:

„Auf meiner Fahne steht Leben, schaut!

Allzeit im Lichte leben.

Von Leder ist mir die erste Haut,