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Um diese Zeit teilte der Herzog sein Heer in zwei Haufen und ließ den einen nach dem Herzogtum Luxemburg den anderen nach der Markgrafschaft Namur marschieren.

„Das ist irgend ein militärischer Entschluß, der mir unbekannt ist,“ sagte Ulenspiegel. „Einerlei, laß uns mit Zuversicht nach Maestricht ziehen.“

Als sie nahe der Stadt an der Maas entlang gingen, sah Lamm, wie Ulenspiegel alle Schiffe, die auf dem Fluß schwammen, achtsam betrachtete und vor ihrer einem, so am Bug ein Meerweib trug, still stehen blieb. Und dieses Meerweib hielt einen Schild, darauf in güldenen Lettern auf schwarzem Grunde das Zeichen J-H-S, welches das unseres Herrn Jesu Christi ist, stand.

Ulenspiegel bedeutete Lamm stehen zu bleiben und hub an, fröhlich wie eine Lerche zu trillern.

Ein Mann kam auf Deck und krähte wie ein Hahn. Dann auf ein Zeichen Ulenspiegels, der wie ein Esel schrie und auf das auf dem Flußdamm versammelte Volk wies, hub er auch an, wie ein Esel erschrecklich zu schreien. Ulenspiegels und Lamms beide Esel legten die Ohren an und sangen ihr Naturlied.

Weiber kamen vorbei, auch Männer auf Pferden, so die Schiffe zogen, und Ulenspiegel sagte zu Lamm:

„Dieser Bootsmann macht sich über uns und unsere Reittiere lustig. Wollen wir ihn auf seinem Boot angreifen?“