„Mag er doch lieber hierher kommen,“ antwortete Lamm.

Darauf sprach eine Frau und sagte:

„Wenn anders Ihr nicht mit zerschnittenen Armen, zerbrochenem Kreuz und zerfetztem Gesicht zurückkommen wollet, so lasset diesen Stercke Pier nach Belieben schreien.“

„I—ah, I—ah, I—ah,“ machte der Bootsmann.

„Lasset ihn singen,“ sprach die Gevatterin. „Wir sahen ihn jüngst einen mit schweren Bierfässern beladenen Wagen auf seine Schultern heben und einen andern von einem starken Pferd gezogenen Wagen aufhalten. Dorten,“ sprach sie, auf die Herberge zum Blauwen Torren deutend, „hat er mit seinem Messer, das er auf zwanzig Schritt schleuderte, eine eichene Planke von zwölf Daumen Dicke durchbohrt.“

„I—ah, I—ah, I—ah,“ schrie der Bootsmann, indes ein Junge von zwölf Jahren auf Deck kam und ebenfalls wie ein Esel zu schreien anhub.

Ulenspiegel antwortete:

„Was kümmert uns dein Sterke Pier! Ein wie starker Peter er auch sein mag, wir sind noch stärker, und hier ist mein Freund Lamm, der könnte zwei von seiner Statur verschlingen, ohne aufzustoßen.“

„Was sagst Du, mein Sohn?“ fragte Lamm.

„Was wahr ist,“ antwortete Ulenspiegel; „widersprich mir nicht aus Bescheidenheit. Ja, Ihr guten Leute, Gevatterinnen und Handwerker, bald sollt Ihr sehen, wie er diesen berühmten Sterke Pier mit den Armen bearbeitet und zu nichte macht.“