Um zehn Uhr kam Spelle aus ‚dem Falken,‘ und seine beiden Schergen und Pieter de Roose gingen hinter ihm. Lansaem und die Seinen hatten sich in der Scheuer von Samson Boene, einem Freund Michielkins, versteckt. Das Tor der Scheuer war offen. Spelle sah sie nicht. Sie hörten ihn vorübergehen, vom vielen Trinken schwankend, desgleichen Pieter de Roose und seine beiden Häscher, und er sagte mit breiiger Stimme und vielem Schlucken:

„Profoße, Profoße! Sie haben ein gutes Leben auf Erden. Stützt mich, Ihr Galgenvögel, die Ihr von meinem Abhub lebt.“

Plötzlich vernahm man auf der Landstraße von den Feldern her das Schreien eines Esels und das Knallen einer Peitsche.

„Da ist ein gar halsstarriger Esel“, sprach Spelle, „der trotz dieser schönen Mahnung nicht vorwärts will.“

Plötzlich hörte man lautes Rädergerassel und ein Karren kam in Sätzen die Landstraße heruntergefahren.

„Haltet ihn an,“ sagte Spelle.

Als der Wagen an ihnen vorbeikam, stürzten Spelle und seine beiden Knechte sich auf den Kopf des Esels.

„Dieser Wagen ist leer,“ sagte einer der Häscher.

„Tölpel,“ sprach Spelle, „laufen die leeren Wagen in der Nacht allein herum? In diesem Wagen ist einer, der sich versteckt. Zündet die Laternen an und haltet sie hoch, ich werde hineinsehen.“

Die Laternen wurden angezündet, und Spelle stieg auf den Wagen, die seine hochhaltend; aber kaum hatte er hingeblickt, als er einen lauten Schrei tat, zurücksank und rief: