„Ich hatte einen Esel, aber ich hab’ ihn im Stall gelassen.“
„Wie kommt es, daß Du allein bist, ohne Freund, in einer fremden Stadt?“
„Dieweil mein Freund seinerseits herumstreicht, wie ich für mich, Du neugierig Schätzlein.“
„Ich bin nicht neugierig,“ sagte sie. „Ist Dein Freund reich?“
„An Fett,“ sagte Ulenspiegel. „Bist Du bald fertig mit Fragen?“
„Ich bin fertig,“ sagte sie, „laß mich nun.“
„Dich lassen?“ sagte er. „Ebenso gut könntest Du Lamm, wenn ihn hungert, heißen, ein Gericht Fettammern stehen zu lassen. Ich will Dich kosten.“
„Du hast mich ja gar nicht gesehen,“ sprach sie. Und sie öffnete eine Laterne, die plötzlich einen Schein warf und ihr Antlitz erleuchtete.
„Du bist schön,“ sprach Ulenspiegel. „Hei, die goldige Haut, die sanften Augen, der rote Mund und der reizende Leib. Alles wird mein sein.“
„Alles,“ sagte sie.