Darauf sprach der Amtmann:
„Bereue und bete zu Gott.“
Aber der Fischhändler lästerte:
„Der Herrgott hat mich so gewollt, wie ich bin. Ich tat alles wider Willen, durch den Zwang der Natur getrieben. Ihr bösen Tiger, Ihr bestraft mich ungerecht. Aber verbrennt mich nicht ... Ich tat alles wider Willen. Habt Erbarmen, ich bin arm und alt; ich werde an meinen Wunden sterben, verbrennt mich nicht.“ Nunmehr ward er zur „Vierschare“ unter die Linde gebracht, um dort vor versammeltem Volk sein Urteil zu vernehmen.
Als abscheulicher Mörder, Dieb und Gotteslästerer ward er verurteilt, daß ihm die Zunge mit glühendem Eisen durchbohrt, die rechte Hand abgeschnitten, und er bei langsamem Feuer lebendig verbrannt werden sollte, bis der Tod einträte, und dies vor den Gitterfenstern des Rathauses.
Und Toria schrie:
„Das ist Gerechtigkeit! Er büßt!“
Und das Volk rief:
„Lang leven de Heeren van de wet, langes Leben den Herren Richtern!“
Er ward ins Gefängnis zurückgebracht, wo man ihm Fleisch und Wein gab. Und er wurde guter Dinge und sagte, daß er dergleichen bis zur Stunde nie gegessen noch getrunken habe; aber der König, der sein Vermögen erbe, könnte ihm wohl diese letzte Mahlzeit bezahlen.