Und er lachte bitter.

Am nächsten Tage bei Morgengrauen, da man ihn zur Richtstatt führte, sah er Ulenspiegel neben dem Scheiterhaufen stehen und rief, mit dem Finger auf ihn deutend:

„Jener dort, der Greisenmörder, muß gleichfalls sterben. Vor zehn Jahren warf er mich in den Brügger Kanal, weil ich seinen Vater verklagt hatte. Hierin diente ich Seiner Katholischen Majestät als getreuer Untertan.“

Das Armesünderglöcklein der Frauenkirche läutete.

„Auch für Dich läutet die Glocke,“ sagte er zu Ulenspiegel. „Du wirst gehenkt werden, denn Du hast getötet.“

„Der Fischhändler lügt,“ schrien alle, so dem gemeinen Volk angehörten; „er lügt, der mörderische Henker.“

Wie eine Verrückte warf Toria ihn mit einem Stein, der ihn an der Stirn verletzte, und schrie:

„Wenn er Dich ersäuft hätte, so hättest Du nicht gelebt, um als ein blutsaugender Vampir mein armes Töchterlein zu beißen.“

Ulenspiegel blieb stumm; Lamm sagte:

„Hat einer ihn den Fischhändler ins Wasser werfen sehen?“