„Ich habe Dich ins Wasser geworfen, um Dich umzubringen. Die Asche brannte auf meinem Herzen.“
Und die Weiber im Volk sagten:
„Warum gestehst Du’s, Ulenspiegel? Niemand hat es gesehen; jetzt mußt Du sterben.“
Und der Gefangene lachte und sprang vor boshafter Freude und schwenkte seine gefesselten, mit blutigen Binden bedeckten Arme.
„Er wird sterben,“ sagte er, „und von der Erde zur Hölle fahren als Lump, Dieb und Taugenichts, mit dem Strick um den Hals wird er sterben; Gott ist gerecht.“
„Er wird nicht sterben,“ sagte der Amtmann. „Nach zehn Jahren ist der Mord auf flandrischem Boden verjährt. Ulenspiegel hat eine schlechte Tat begangen, aber aus kindlicher Liebe. Ulenspiegel wird über diesen Fall nicht verhört werden.“
„Es lebe das Gesetz,“ rief das Volk.
Die Sterbeglocken der Frauenkirche läuteten. Und der Gefangene knirschte mit den Zähnen, senkte den Kopf und weinte seine erste Träne.
Die Hand wurde ihm abgehackt und die Zunge mit glühenden Eisen durchbohrt, und er ward bei langsamem Feuer vor den Gitterfenstern des Rathauses verbrannt.
Im Verscheiden rief er: