Doch Katheline hielt immer noch das Pferd am Zügel.

„Gehe nicht wieder fort,“ sprach sie, „ich habe soviel um Dich geweint. Holde Nächte, mein Liebster, mit Küssen von Schnee und Körpern von Eis. Das Kind ist hier!“

Und sie zeigte auf Nele, die ihn zornig anblickte, denn er hatte seine Peitsche gegen Katheline erhoben. Aber Katheline sprach weinend:

„Ach, gedenkst Du dessen nicht mehr? Habe Mitleid mit Deiner Magd. Führe sie mit Dir, wohin Du willst. Nimm das Feuer fort, Hans, Erbarmen!“

„Hinweg!“ sagte er.

Und er drängte sein Pferd so stark vorwärts, daß Katheline den Zügel losließ und zu Boden fiel, und das Pferd trat auf sie und schlug ihr eine blutende Wunde an der Stirn.

Darauf sagte der Amtmann zu dem bleichen Ritter:

„Herr, kennet Ihr diese Frau?“

„Ich kenne sie nicht,“ sagte er; „es ist ohne Zweifel etwelche Verrückte.“

Aber Nele, die Katheline aufgehoben hatte, sprach: