Und Katheline blickte Joos Damman an und sprach:

„Ich habe Hilberts Hand, hole sie diese Nacht, mein Geliebter!“ Und sie wurden wieder ins Gefängnis geführt.

Dort ward dem Kerkermeister auf Geheiß des Gerichtshofes anbefohlen, jedem zwei Wärter zu geben, die sie allemal, wenn sie einschlafen wollten, schlagen sollten, aber die zwei Wächter Kathelines ließen sie die Nacht durch schlafen, und die von Joos Damman schlugen ihn unbarmherzig, so oft er die Augen schloß oder nur den Kopf neigte.

Sie hungerten den ganzen Tag und die Nacht des Mittwoch und den ganzen Donnerstag bis zum Abend; dann gab man ihnen zu essen und zu trinken: Fleisch mit Salz und Salpeter, und Wasser mit Salz und Salpeter. Das war der Anfang ihrer Tortur. Und am Morgen, als sie vor Durst schrien, führten die Büttel sie in die Folterkammer.

Dort wurden sie einander gegenüber gelegt und jeder auf eine Bank gebunden, die mit verknoteten Stricken bedeckt war, was ihnen große Pein verursachte. Und sie mußten jeder ein Glas Wasser mit Salz und Salpeter trinken.

Da Joos Damman auf der Bank einschlafen wollte, schlugen ihn die Büttel.

Und Katheline sprach:

„Schlagt ihn nicht, Ihr Herren, Ihr zerbrechet seinen armen Körper. Er hat nur ein einziges Verbrechen begangen, und das aus Liebe, als er Hilbert umbrachte. Mich dürstet und dich auch, mein geliebter Hans. Gebt ihm zuerst zu trinken. Wasser! Wasser! Mein Körper brennt. Schonet seiner, ich werde bald für ihn sterben. Zu trinken!“

Hans sprach zu ihr:

„Garstige Hexe, stirb und verrecke wie eine Hündin. Werft sie ins Feuer, Ihr Herren Richter. Mich dürstet!“