„Es ist die Stunde des Fischadlers. Ich habe Hilberts Hand, mein lieber Hans. Sie sagen, daß Du mir die siebenhundert Karolus wiedergeben wirst. Nehmt das Feuer fort, nehmt das Feuer fort!“ schrie sie sodann. „Zu trinken, zu trinken, mein Kopf brennt. Gott und die Engel essen im Himmel Äpfel.“

Und sie verlor das Bewußtsein.

„Bindet sie von der Folterbank los,“ sprach der Amtmann. Der Henker und seine Knechte gehorchten. Und sie taumelte und hatte geschwollene Füße, maßen der Henker die Stricke zu fest geschnürt hatte.

„Gebt ihr zu trinken,“ sprach der Amtmann.

Es ward ihr frisches Wasser gegeben; sie goß es begierig hinunter, indem sie den Becher zwischen den Zähnen festhielt und nicht loslassen wollte, wie ein Hund mit einem Knochen tut. Dann gab man ihr noch mehr Wasser, und sie wollte Joos Damman davon bringen, aber der Henker riß ihr den Becher aus den Händen. Und sie fiel wie ein Bleiklumpen zu Boden und schlief.

Darauf schrie Joos Damman wütend:

„Auch ich bin durstig und schläfrig! Warum gebet Ihr ihr zu trinken? Warum lasset Ihr sie schlafen?“

„Sie ist schwach, ein Weib und irre,“ sprach der Amtmann.

„Ihr Irrsinn ist ein Spiel,“ sagte Joos Damman; „sie ist eine Hexe; ich will trinken, ich will schlafen!“

Und er schloß die Augen, doch die Knechte des Henkers schlugen ihn ins Angesicht.