„Gebt mir ein Messer,“ schrie er, „daß ich diese Tölpel in Stücke schneide. Ich bin ein Edelmann und ward noch nie ins Gesicht geschlagen! Wasser! Laßt mich schlafen, ich bin unschuldig. Nicht ich habe die siebenhundert Karolus genommen, sondern Hilbert. Zu trinken! Ich habe nie Zauberei und Beschwörung getrieben. Ich bin unschuldig, laßt mich. Zu trinken!“

Darauf fragte der Amtmann:

„Womit verbrachtest Du die Zeit, seit Du Katheline verlassen?“

„Ich kenne Katheline nicht; ich habe sie nicht verlassen,“ erwiderte er. „Ihr befragt mich über Dinge, die mit der Sache nichts zu tun haben. Ich brauche Euch nicht zu antworten. Zu trinken, laßt mich schlafen. Ich sage Euch, Hilbert war’s, der alles verübt hat.“

„Bindet ihn los,“ sagte der Amtmann. „Führt ihn in sein Gefängnis zurück. Aber er soll Durst leiden und nicht schlafen, bis daß er alle seine Zaubereien und Beschwörungen bekannt hat.“

Und es war eine grausame Folter für Damman. So laut schrie er in seinem Gefängnis: Zu trinken, zu trinken! daß das Volk ihn hörte, aber ohne jedwedes Mitleid. Und da er vor Müdigkeit umfiel und ihn seine Wächter ins Gesicht schlugen, war er wie ein Tiger und schrie:

„Ich bin ein Edelmann und werde Euch Bauern umbringen. Ich werde zum König, unserm Herrn, gehen. Zu trinken!“

Aber er bekannte nichts, und man ließ ihn allein.


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