Es war zur Maienzeit; die Gerichtslinde war grün, grün waren auch die Rasenbänke, auf denen die Richter saßen. Nele war als Zeugin vorgeladen. An diesem Tage sollte das Urteil gesprochen werden.

Und das Volk, Männer, Weiber, Bürger und Arbeiter, stunden rings um die Dingstätte, und die Sonne schien hell.

Katheline und Joos Damman wurden vorgeführt, und Damman schien noch bleicher wegen der Marter des Durstes und der schlaflos verbrachten Nächte.

Katheline, die nicht auf ihren zitternden Beinen stehen konnte, wies auf die Sonne und sprach:

„Nehmt das Feuer fort, mein Kopf brennt!“

Und sie blickte Joos Damman voll zärtlicher Liebe an.

Und er blickte sie voller Haß und Verachtung an.

Und die Ritter und Edelleute, seine Freunde, die nach Damm berufen waren, standen männiglich als Zeugen vor dem Gerichtshof.

Darauf redete der Amtmann und sprach: