„Sehet diese Wichte und Gottmacher, die die Leiber zum Scheiterhaufen und die Seelen ins ewige Feuer bringen; sehet die fetten Tiger und dickbäuchigen Hyänen.“
Die Mönche senkten den Kopf und wagten nicht mehr zu sprechen, und Ulenspiegel sah sie abermals zittern.
„Wir haben noch Hunger, mitleidiger Soldat,“ sagten sie.
Aber der Schiffspatron sprach:
„Wer trinkt allezeit? Der dürre Sand. Wer ißt allezeit? Der Mönch.“
Ulenspiegel ging in die Stadt, um Brot, Schinken und einen großen Krug Bier für sie zu holen.
„Esset und trinket,“ sprach er. „Ihr seid unsere Gefangenen, aber ich werde Euch retten, wenn ich kann. Soldatenwort, gülden Wort.“
„Weshalb gibst Du ihnen das? Sie werden Dir’s nicht lohnen,“ sagten die Söldner und sie sprachen leise miteinander und flüsterten sich diese Worte ins Ohr: „Er hat versprochen, sie zu retten; laßt uns ihn wohl bewachen.“
Bei Tagesanbruch gelangten sie nach Briel. Nachdem ihnen die Tore geöffnet waren, ging ein Eilbote voraus, um Herrn de Lumey ihre Ankunft zu melden.
Kaum hatte er die Kunde empfangen, so kam er, notdürftig bekleidet und von etlichen bewaffneten Reitern und Fußgängern gefolgt, angeritten.