„Lustwandelnder Vläme und Ernährer von Mönchen, Du wirst mit ihnen gehenkt werden.“
„Ich habe keine Furcht,“ erwiderte Ulenspiegel, „Soldatenwort ist gülden Wort.“
„Dir ist der Kamm trefflich geschwollen,“ sprach de Lumey.
„Die Asche brennt auf meinem Herzen,“ sprach Ulenspiegel.
Die Mönche wurden in eine Scheune gebracht und Ulenspiegel mit ihnen; dort wollten sie ihn durch theologische Argumente bekehren, aber beim Zuhören schlief er ein.
Dieweil Herr de Lumey bei Tafel war und sich an Wein und Fleisch gütlich tat, kam ein Bot von Gorkum vom Kapitän Marin mit der Abschrift der Briefe des Schweigers, Prinzen von Oranien: „Befehl an alle Gouverneure der Städte und andrer Orte, daß sie den Geistlichen gleichen Schutz, gleiche Sicherheit und Vorrechte wie dem übrigen Volk angedeihen lassen.“
Der Bote verlangte bei de Lumey vorgelassen zu werden, um ihm die Abschrift der Briefe zu eignen Händen auszuantworten.
„Wo ist das Original?“ fragte ihn de Lumey.
„Bei meinem Gebieter Marin,“ sagte der Bote.
„Und der Tölpel schickt mir die Abschrift!“ sagte de Lumey. „Wo ist Dein Paß?“