„Gott wird mich rächen,“ sprach der Pächter und gab die Schlüssel heraus.
Nachdem die Geusen den Gutshof ausgeräumt hatten, kehrten sie auf Schlittschuhen zurück zu den Schiffen, den leichten Häusern der Freiheit.
„Ich bin Schiffskoch,“ sprach Lamm, der sie anführte, „ich bin Oberkoch. Schiebt die wackren, mit Wein und Bier bepackten Schlitten; treibt die Pferde, Rinder, Schweine und Schafe bei den Hörnern oder auf andere Art vor Euch her, die ganze Herde, die ihr Naturlied singt. Die Tauben gurren in den Körben. Die Kapaune, mit Brot gemästet, sitzen erschrocken in den Holzkäfigen, darinnen sie sich nicht rühren können. Ich bin Schiffskoch. Das Eis knirscht unter dem Eisen der Schlittschuhe. Nun sind wir bei den Schiffen. Morgen wird es Musik in der Küche geben. Laßt die Winde herab. Legt den Pferden, Kühen und Ochsen Gurten um. Das ist ein artig Schauspiel, sie so am Bauch aufgehängt zu sehen; morgen werden wir mit der Zunge an fetten Fleischgerichten hängen. Sie werden mit der Windetalje aufs Schiff gehißt. Das gibt Rippenstücke. Werft die Hühner, Gänse, Enten und Kapaune aufs Geratewohl in den Schiffsraum. Wer wird ihnen den Hals umdrehen? Der Schiffskoch. So, die Tür ist zu, den Schlüssel hab ich in meinem Säckel. Gott sei gelobt in der Küche! Es lebe der Geuse!“
Alsdann begab Ulenspiegel sich auf das Admiralsschiff und führte Dierick Slosse und die andern Gefangenen mit, die aus Furcht vor dem Strick wehklagten und weinten.
Messire Worst kam bei dem Lärm herbei. Da er beim roten Fackelschein Ulenspiegel und seine Gefährten erblickte, sagte er:
„Was willst Du von uns?“
Ulenspiegel antwortete:
„Wir haben diese Nacht den Verräter Dierick Slosse, der die Achtzehn in Hinterhalt lockte, auf seinem Gute gefangen genommen. Dieser ist’s. Die andern sind unschuldige Knechte und Mägde.“
Dann übereichte er ihm eine Geldkatze.
„Diese Florins,“ sagte er, „florierten in den Blumentöpfen im Hause des Verräters: es sind Zehntausend.“