„Ich habe den Pfarrer gesprochen, er wird für die Blinden Bürgschaft leisten. Dieweil Ihr sie bewacht, lasset die Wirtin mit mir zu ihm gehen; er wird ihr wiederholen, was ich Euch sagte.“

„Gehe hin, Weib“, sprach der Baas.

Die Wirtin ging mit Ulenspiegel zum Pfarrer, welcher nicht aufhörte zu rechnen, um einen Vorteil für sich herauszufinden. Da sie mit Ulenspiegel bei ihm eintrat, winkte er ihr voll Ungeduld mit der Hand, daß sie fort gehen sollten, und sprach:

„Beruhige Dich, ich werde Deinem Manne in einem oder zwei Tagen zu Hilfe kommen.“

Und da Ulenspiegel nach der Trompete zurückkam, sprach er zu sich selbst: „Er wird hundert Gülden zahlen, und das soll meine erste Seelenmesse sein.“

Und er machte sich auf, desgleichen die Blinden.


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Da Ulenspiegel sich am folgenden Tage auf einer Landstraße inmitten viel Volkes befand, folgte er ihm und erfuhr alsbald, daß dies der Tag der Wallfahrt nach Alsenberg wäre.