„Seht, die Irre.“

Und sie bekreuzten sich.

Und Nele und Ulenspiegel weinten, und Ulenspiegel mußte seine Wallfahrt fortsetzen.


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Zur Zeit seiner Pilgerfahrt nahm er Dienste bei einem gewissen Jobst mit dem Beinamen der Kwaebakker, der böse Bäcker, wegen seiner mürrischen Miene. Der Kwaebakker gab ihm als Nahrung drei altbackene Brote in der Woche und als Wohnung einen Verschlag unter dem Dache, allwo es trefflich regnete und wehte.

Da Ulenspiegel sah, daß er so schlecht behandelt ward, spielte er ihm unterschiedliche Streiche, darunter auch diesen. Wenn man in aller Frühe backt, muß das Mehl nachts gebeutelt werden. Eines Nachts nun, da der Mond schien, verlangte Ulenspiegel eine Kerze, damit er sehen könnte, und sein Meister gab ihm zur Antwort:

„Beutle das Mehl im Mondschein.“

Gehorsam beutelte Ulenspiegel das Mehl auf der Erde, da wo der Mond schien.