Um die Morgenstunde, da der Kwaebakker sehen wollte, welche Arbeit Ulenspiegel getan hätte, fand er ihn noch beutelnd und sagte zu ihm:
„Kostet das Mehl nichts mehr, daß man es jetzo auf der Erde beutelt?“
„Ich habe das Mehl im Mondschein gebeutelt, wie Ihr mich geheißen habt“, erwiderte Ulenspiegel.
Der Bäcker entgegnete:
„Du Esel, in einem Sieb mußtest Du das tun.“
„Ich glaubte, der Mond wäre ein Sieb, nach neuer Erfindung“, erwiderte Ulenspiegel. „Aber der Schade wird nicht groß sein, ich werde das Mehl aufheben.“
„Es ist zu spät, den Teig anzurühren und zu backen,“ erwiderte der Kwaebakker.
Ulenspiegel antwortete:
„Baas, der Teig des Nachbars in der Mühle ist fertig. Soll ich ihn holen gehen?“
„Geh zum Galgen und suche, was dort zu finden ist“, antwortete der Kwaebakker.