«Hören Sie!» rief er, zurückschreckend aus. «Hören Sie, wie es prasselt und rollt, als ob es durch tausend Höhlen widerhallte, wo sich die Teufel davor verstecken. Fluch über den Lärm! Ich hasse ihn.»
Er schwieg einige Augenblicke, entfernte plötzlich die Hände von seinem Gesicht, und Mr. Bumble gewahrte zu seinem unaussprechlichen Schrecken, daß es fast kreideweiß und ganz verzerrt war.
«Ich leide bisweilen an diesen Zufällen,» sagte Monks, die Bestürzung des Armenhausverwalters bemerkend, «und dann und wann werden sie durch den Donner hervorgerufen. Achten Sie nicht darauf; es ist für diesmal vorüber.» Mit diesen Worten ging er voran, erklomm die Treppe, verschloß hastig die Fensterläden des Gemaches, in welches er das Ehepaar führte, und ließ eine an einer Leine und einer Rolle an einem der Deckenbalken hängende Laterne herunter, die ein mattes Licht auf einen alten Tisch und drei an denselben gestellte Stühle warf. Als sie sich gesetzt hatten, sagte er: «Je eher wir zur Sache kommen, desto besser ist's für uns alle. Weiß die Frau, worauf sich unser Geschäft bezieht?»
Die Frage war an Mr. Bumble gerichtet, allein Mrs. Bumble nahm sogleich das Wort und erklärte, daß sie mit dem Zwecke der Zusammenkunft vollkommen bekannt sei.
«Er sagte, Sie wären bei der alten Hexe an dem Abend gewesen, da sie starb, und sie hätte Ihnen etwas anvertraut –»
«Was die Mutter des Knaben betraf, den Sie nannten», unterbrach ihn Frau Bumble. «Ja, Sir.»
«Die erste Frage», sagte Monks, «ist die, worin bestand ihre Mitteilung?»
«Das ist die zweite Frage», bemerkte Frau Bumble mit großer Ruhe. «Die erste ist die, was wohl der Preis des Geheimnisses sein mag?»
«Wer zum Teufel kann das sagen, ohne zu wissen, worin es besteht?» lautete Monks' Gegenfrage.
«Ich bin überzeugt, niemand besser als Sie», antwortete Frau Bumble, der es, wie ihr Gatte aus hinreichender Erfahrung bezeugen konnte, keineswegs an Herzhaftigkeit gebrach.