«Ich weiß nicht, wohin.»

«Dann weiß ich's», sagte Sikes, mehr aus Eigensinn, als daß er einen bestimmten Grund gehabt hätte, sich Nancys Ausgehen, wohin es ihr beliebte, zu widersetzen. «Nirgend. Setz dich wieder hin.»

«Ich bin unwohl, wie ich Euch schon gesagt habe, und muß frische Luft schöpfen.»

«Steck den Kopf aus 'm Fenster 'naus, das ist ebensogut.»

«Das ist's nicht; ich muß Bewegung haben.»

«So – du sollst aber keine haben», entgegnete Sikes, stand auf, verschloß die Tür, zog den Schlüssel aus, riß dem Mädchen den Hut vom Kopfe und warf ihn auf einen alten Schrank. «Willst du jetzt ruhig dableiben, wo du bist, oder nicht?»

«Ich kann auch ohne Hut gehen», sagte Nancy erblassend. «Was soll dies bedeuten, Bill? Wißt Ihr auch, was Ihr tut?»

«Ob ich weiß, was – Fagin, sie ist von Sinnen, denn sie würde sich's sonst nicht herausnehmen, solche Worte zu mir zu sprechen!»

«Ihr macht's danach, daß ich etwas Verzweifeltes tue», murmelte Nancy, beide Hände gegen die Brust pressend, als wenn sie einen heftigen Ausbruch gewaltsam zurückdrängen wollte. «Laßt mich hinaus – in dieser Minute – diesem Augenblick –»

«Nein!» schrie Sikes.