«Glaub's auch. Ich dachte, daß ich sie zahm gemacht hätte, sie ist aber so schlimm wie je.»
«Noch schlimmer, Bill. Ich habe so etwas erlebt noch niemals an ihr, und um solch 'ner geringen Ursache.»
«Ich auch nicht. Es scheint, mein Fieber steckt ihr im Blut und will nicht 'raus – was?»
«Mag wohl sein, Bill.»
«Ich will ihr 'n bissel Blut abzapfen, ohn' den Doktor zu bemühn, wenn sie's wieder so macht.»
Der Jude nickte beistimmend.
«Sie war Tag und Nacht um mich,» fuhr Sikes fort, «als ich auf der Seite lag, während du wie 'n falscher Kujon, der du bist, dich fern hältst. Wir hatten die ganze Zeit nichts zu beißen und zu brechen, und ich glaub', es hat sie verdrießlich gemacht, und sie ist unruhig geworden, weil sie so lang hat im Haus sitzen müssen – he?»
«Ganz recht, mein Lieber», erwiderte Fagin flüsternd. «Pst!»
In diesem Augenblick trat Nancy wieder herein und setzte sich an ihren gewohnten Platz. Ihre Augen waren rot und geschwollen: sie wiegte sich hin und her, warf den Kopf empor und brach nach einiger Zeit in ein Gelächter aus.
«Was ist denn dies nun wieder?» rief Sikes, erstaunt zu Fagin sich wendend, aus.