„Also dazu,“ sagte Mr. Lorry, welcher die Braut nicht genug bewundern konnte und um sie herumgegangen war, um sie in ihrem einfachen hübschen Anzuge von jeder Seite recht ordentlich anzusehen — „also dazu, meine liebe Lucie, habe ich Sie als ganz kleines Kind über den Kanal gebracht! Du meine Güte! Wie wenig dachte ich mir damals, was ich that. Wie wenig ahnete ich das hohe Verdienst, welches ich mir um meinen Freund, Mr. Charles, erwarb.“

„Sie beabsichtigten es nicht,“ bemerkte die prosaische Miß Proß, „und wie konnten Sie es wissen? Unsinn!“

„Wirklich? Gut denn; aber weinen Sie nicht,“ sagte der sanfte Mr. Lorry.

„Ich weine nicht,“ sagte Miß Proß; „Sie weinen.“

„Ich, meine gute Proß?“ (Mr. Lorry war jetzt so weit gekommen, gelegentlich mit ihr scherzen zu dürfen).

„Sie weinten eben noch; ich habe es gesehen und wundere mich nicht darüber; ein solches Geschenk von Silberzeug — wie Ihres — reicht hin, um in jedes Auge Thränen zu bringen. Es ist keine Gabel und kein Löffel im Kasten,“ meinte Miß Proß, „über den ich gestern Abend, wie das Silberzeug ankam, nicht geweint hätte, bis ich nicht mehr sehen konnte.“

„Ich fühle mich sehr geschmeichelt,“ sagte Mr. Lorry, „obgleich ich — auf Ehre! — nicht die Absicht hatte, diese kleinen Erinnerungszeichen irgend Jemandem unsichtbar zu machen. Mein Gott! das ist eine Gelegenheit, welche Einen über Alles, was man verloren hat, nachdenken macht. Gott, Gott, Gott! zu denken, daß es jeden Tag seit fast funfzig Jahren eine Mrs. Lorry hätte geben können!“

„Durchaus nicht!“ warf Miß Proß ein.

„Sie meinen, es hätte nie eine Mrs. Lorry geben können?“ fragte der Herr dieses Namens.