Wie sie ihm sagte, wollte man, daß Blanche für die andern waschen könne. Sie hatten vier Brüder. Zwei sollten sich hier irgendwo herumtreiben.
Ihr Vater war Witwer. Er malte Neubauten aus, litt oft an Bleikoliken und war nicht immer bequem. Man erzählte viele Einzelheiten. Die ausgelassene Blanche war dabei glücklich und lachte, indem sie ihre Himbeerlimonade trank.
Maurice verabredete ein Stelldichein mit Berthe für morgen. Sie kam, konnte aber nicht lange bleiben, aus Angst vor dem Vater.
Sie spazierten plaudernd und küßten sich zweimal in einer dunklen Straße.
Beim zweiten Stelldichein bot ihr Maurice einen Doubléring mit einem rosa Brillanten an.
Beim dritten Stelldichein spazierten sie Arm in Arm, und sie willigte ein, mit ihm in ein Café in der Avenue du Maine zu gehen. Maurice beeilte sich nicht, denn er wünschte keine flüchtigen Liebschaften mehr.
Berthe war wie die jungen Vorstadtmädchen, die schon oft Gelegenheit hatten, sich aber nicht hineinstürzten, weil sich ihnen morgen eine bessere bieten würde. Sie kam zum vierten Stelldichein nicht. Maurice paßte ihr am nächsten Tage auf und forderte von ihr eine Erklärung, klipp und klar. Ihr Vater hatte sie verhindert, auszugehen. Er antwortete:
„Fräulein, Sie haben es mir versprochen. Bei den Beziehungen, die zwischen uns bestehen, haben Sie nicht das Recht gehabt, Ihr Versprechen nicht zu halten. Mich würde keine menschliche Macht verhindern, zu Ihnen zu gehen, wenn ich es zugesagt habe.“
Sie senkte den Kopf mit der hilflosen Miene der süßen armen Kinder, die nichts zu sagen wissen, weil sie fürchten, Kummer zu bereiten.
Die kleine Lerche war schon gefangen.