Aber lieber Monsieur Menou, fragte ich den Mann, als wir bei Tische saßen und er so eben die zweite Bouteille von seinem Chambertin öffnete, denn auch diesen hatte der gute Mann nicht vergessen, — wie kommt es doch, daß Sie so viele unverdiente Theilnahme mir beweisen?
Ei, ei! Ihr gebornen Bürger-Aristokraten sollte ich sagen, versetzte der Mann halb lächelnd, halb ernst: Ihr könnt dieses freilich nicht begreifen in eurem echt republikanischen, starren, stolzen Egoismus, der nur auf sich selbst denkt und vornehm auf uns Creolen und die übrige Welt herabschaut, als Wesen einer untergeordneten Race; wir vergessen uns selbst nicht, gedenken jedoch auch unserer Nachbarn. Ihre Affairen, sowohl des Herzens als der zeitlichen Güter, sind mir ganz genau bekannt, und wie Sie sehen weiß ich guten Gebrauch davon zu machen.
Ich drückte dem Manne herzlich und schweigend die Hand.
Wir lieben euch nordische Herren nicht sonderlich, aber Sie machen eine Ausnahme; Sie haben etwas von der französischen Etourderie im Geblüte, und vieles von unserer Generosität.
Ich lächelte über den vorgehaltenen Sittenspiegel.
Sie haben sich von ihren Freunden lange zum Besten halten lassen, und man amüsirt sich über den Korb, den Sie für bloßes Beschauen empfangen.
Ich sprang von der Tafel auf. Bei allen T.....n!
Ja, ja, mein Herr! lassen Sie das gut sein; Emilie Warren ist ein treffliches Mädchen, aber doch eine Yankeein, für Sie zu gescheid.
Danke fürs Compliment.
Morgen kommt mein Sohn; ihre Pflanzung bedarf nur einer festen Richtung und eines kleinen Kapitals von acht- oder zehntausend Dollars, dann kann sie sich in ein paar Jahren mit jeder am Missisippi messen. Mein Sohn wird ihr diese Richtung geben, und Sie bleiben einige Monate bei mir.