Aber Mister Menou!
Keine Aber, Herr Howard! Sie haben die nöthigen Summen; sie schaffen noch zwanzig Hände herbei — für gute wollen wir sorgen. Morgen das Weitere.
Am Morgen kam der junge Menou, ein schlichter, gewandter Jüngling von etwa zwanzig Jahren. Der Tag verging in Besichtigung der Pflanzung. Der junge Mensch hatte mein volles Zutrauen in wenig Stunden gewonnen. Ich empfahl ihm die Meinigen, und am Abende schifften wir uns nach seines Vaters Pflanzung im Ploughboy[7] ein.
[7]: Ploughboy, der Name eines Dampfbootes.
Nicht sehr interessant, aber recht natürlich.
Der gute Creole hatte christlich an mir gehandelt. Als wir vor dem Hause des Friedenrichters anhielten, und ich ihm — er war bereits im Schlafrocke — die näheren Ursachen meines Ansuchens um Verhaftung Mister Bleaks eines weitern auseinander setzte, kam mir der gute Mann mit dem naiven Geständnisse entgegen: Wußte Alles, lieber Mister Howard, sonnenklar; sah jeden Ballen, um den er Sie bestahl, oder bestehlen wollte.
Aber um's Himmelswillen, Mann! fuhr ich heraus, warum ließen Sie dieses so angehen?
Weil es mich nichts anging, Lieber, versetzte er mir trocken.
Hätten Sie wenigstens meinen Anwald benachrichtigt.
Ging mich nichts an, war wieder die Antwort; doch plötzlich seine Augen starr auf mich richtend, fing er ziemlich derb an, mir eine Art Strafpredigt zu halten, auf die ich nichts weniger als gefaßt war. Ei, ei! begann er, die Schlafhaube aufs linke Ohr setzend, da kommt ihr jungen Herren mit eurem Dutzend Blakies aus dem Norden, werft dem County ein paartausend Dollars zu, glaubt dafür gemächlich den Absentee-Gentleman spielen zu können, und uns recht sehr zu beehren, wenn ihr uns die Mühe überlasset, euch die Dollars und Banknoten zusammenzuscharren und nachzuschicken, daß ihr sie oben oder gar außer Landes verzehren möget. Mir thut's beinahe leid, Mister Howard, daß Sie nicht sechs Monate später kamen.