Herr, der du Mensch gebohren wirst,
Immanuel und Friedefürst,
Auf den die Väter hoffend sahn,
Dich, Gott Meßias, bet ich an.

Du, unser Heil und höchstes Gut,
Vereinest dich mit Fleisch und Blut,
Wirst unser Freund und Bruder hier,
Und Gottes Kinder werden wir.

Gedanke voller Majestät!
Du bist es, der das Herz erhöht.
Gedanke voller Seligkeit!
Du bist es, der das Herz erfreut.

Durch Eines Sünde fiel die Welt.
Ein Mittler ists, der sie erhält.
Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt,
Der in des Vaters Schoosse sitzt?

Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt,
Den Tag der heiligsten Geburt;
Und Erde, die ihn heute sieht,
Sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied!

Dieß ist der Tag, den Gott gemacht;
Sein werd in aller Welt gedacht!
Ihn preise, was durch Jesum Christ
Im Himmel und auf Erden ist!

[Geduld.]

Ein Herz, o Gott! in Leid und Kreuz geduldig,
Das bin ich dir und meinem Heile schuldig.
Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen,
Täglich ermessen.

Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter?
Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter?
Thu ich zu viel, wenn ich die schweren Tage
Standhaft ertrage?

Wie oft, o Gott! wenn wir das Böse
dulden,
Erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden,
Und nennen Lohn, den wir verdient bekommen,
Trübsal der Frommen!