Dein ewger Rath,
Die Missethat
Der Sünder zu versühnen;
Den kennt ich nicht,
Wär mir dieß Licht
Nicht durch dein Wort erschienen.
Nun darf mein Herz
In Reu und Schmerz
Der Sünden nicht verzagen;
Nein du verzeihst,
Lehrst meinen Geist
Ein gläubig Abba sagen.
Mich zu erneun,
Mich dir zu weihn,
Ist meines Heils Geschäffte.
Durch meine Müh
Vermag ichs nie;
Dein Wort giebt mir die Kräfte.
Herr, unser Hort,
Laß uns dieß Wort!
Denn du hasts uns gegeben.
Es sey mein Theil,
Es sey mir Heil,
Und Kraft zum ewgen Leben!
[Weihnachtslied.]
Dieß ist der Tag, den Gott gemacht;
Sein werd in aller Welt gedacht!
Ihn preise, was durch Jesum Christ
Im Himmel und auf Erden ist!
Die Völker haben dein geharrt,
Bis daß die Zeit erfüllet ward;
Da sandte Gott von seinem Thron
Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn.
Wenn ich dieß Wunder fassen will:
So steht mein Geist vor Ehrfurcht still;
Er betet an, und er ermißt,
Daß Gottes Lieb unendlich ist.
Damit der Sünder Gnad erhält,
Erniedrigst du dich, Herr der Welt,
Nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil,
Erscheinst im Fleisch, und wirst uns Heil.
Dein König, Zion, kömmt zu dir.
»Ich komm, im Buche steht von mir;
Gott, deinen Willen thu ich gern.«
Gelobt sey, der da kömmt im Herrn!