Die Busse führt dich nicht in eine Welt voll Leiden;
Gott kennt und liebt dein Glück; sie führt zu deinen Freuden;
Macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht,
Giebt Weisheit und Verstand, und Muth zu deiner Pflicht.

Sprich selbst: Ist dieß kein Glück, mit ruhigem Gewissen
Die Güter dieser Welt, des Lebens Glück geniessen,
Und mäßig und gerecht in dem Genusse seyn,
Und sich der Seligkeit schon hier im Glauben freun?

[Bußlied.]

An dir allein, an dir hab ich gesündigt,
Und übel oft vor dir gethan.
Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt;
Sieh, Gott, auch meinen Jammer an.

Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen,
Und meine Thränen sind vor dir.
Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sorgen?
Wie lang entfernst du dich von mir?

Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden,
Vergilt mir nicht nach meiner Schuld.
Ich suche dich; laß mich dein Antlitz finden,
Du Gott der Langmuth und Geduld.

Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen,
Gott, Vater der Barmherzigkeit.
Erfreue mich um deines Namens willen;
Du bist ein Gott, der gern erfreut.

Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen,
Und lehre mich dein heilig Recht,
Mich täglich thun nach deinem Wohlgefallen;
Du bist mein Gott, ich bin dein Knecht.

Herr, eile du, mein Schutz, mir beyzustehen,
Und leite mich auf ebner Bahn.
Er hört mein Schreyn, der Herr erhört mein Flehen,
Und nimmt sich meiner Seelen an.

[Die Liebe der Feinde.]