[4] So nennt man in der dasigen Gegend die Unterjugel; in den ältern Zeiten wurde daselbst blaue Farbe gemacht, daher stammet diese Benennung.
[5] Eine bekannte Silbergrube.
[6] Man sagt gewöhnlich Berg, und versteht darunter Haus, Bier und Gesellschaft. Wenn der Johanngeorgenstädter also sagt: ich gehe auf den Berg, – so heißt dieses: ich gehe zum böhmischen Biere. –
[7] Halde nennt der Bergmann die vor den Stollen und Gruben aufgeschütteten großen Haufen des kleinern und größern Gesteins, welches herausgeschafft worden ist.
[8] So heißt die Oeffnung eines mannshohen, schmalen unterirrdischen Ganges, den man Stolln nennt.
[9] Auf Halden darf man sie nicht schütten, dieses kann das Bergamt wegen besonderer Gesetze nicht gestatten.
[10] Ueber die Maschinerie eines solchen Pochwerks belehre man sich aus bergwissenschaftlichen Büchern, weil eine solche Beschreibung nicht hierher gehört. –
[11] Ueberhaupt verändert sich im Gebirge die Gegend fast mit jedem Schritte, den man gethan hat; immer neue Aussichten, und Gegenstände.
[12] So werden die Wege genannt, welche zu den Zechen führen. Da im Winter oft wegen des hohen Schnees und im Sturme sonst sich die Bergleute verirrten und manche vielleicht gar erfroren: so ließ das Bergamt Alleen an diesen Steigen anpflanzen, welche im Winter den früh oder Abends anfahrenden Bergleuten zur Leitung dienen sollten. Sie nehmen sich sehr gut aus und dienen zur Verschönerung der Gegend. Leider wurden sie von ruchlosen Menschen verletzt und beschädigt, daß mehrere Bäume eingegangen sind. –
[13] So heißt derjenige Ofen, wo der rohe Eisenstein zuerst geschmelzt wird. Dieser Ofen ist gewöhnlich von ziemlicher Höhe; der gepochte Eisenstein wird oben hinein geschüttet, wo eine fürchterliche Gluth herrscht, welche zwei Blasebälge, von dem Wasser getrieben, anfachen. Des Nachts erleuchtet die Flamme, welche ellenhoch aus diesem Ofen weht, den Himmel und die Gegend, welches einen schauerlichen Anblick gewährt und an die Vulkane Italiens erinnert.