marm. coralliticus, wahrscheinlich aus Phrygien, war auch sehr weiss.
marm. tyrius, von Tyrus in Syrien, war weiss, aus ihm bestehen die Tempel in Tyrus, Jerusalem, überhaupt in Syrien.
marm. caristaeus, von Karisto auf Euboea (Negroponte), war von graugrüner Farbe mit grasgrünen Adern (ein marmo cipolino der Künstler), die alten Brüche werden noch jetzo betrieben.
marm. numidicus, von Berge Maurasido in Numidien, wird gelb gewesen seyn, bildet den Giallo antico der Künstler.
marm. chius von der Insel Chios, der schwarz gefleckt ist, und der —lucullus aus Aegypten, waren schwarz, sind der nero antico der Künstler.
marm. taenarius aus Lacedaemon war schwarz, vermuthlich aber kein Marmor.
marm. oder lapis megarensis, auch porinus, λιθος κογχιτης, conchites, war nicht eigentlich politurfähiger Marmor, sondern der, an Petrefacten reiche tertiäre Kalkstein, der bey Megara, wie in vielen Gegenden Griechenlands vorkommt, sehr häufig als Baustein diente, was auch noch jetzo der Fall ist; bey den jetzigen Griechen heisst er πορος.
c. Nicht aus Kalkstein bestehende, politurfähige Gesteine, die zum Marmor gezählt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten.
1. Alabaster, alabastrites, s. Gyps.
2. Serpentin (s. oben beym Talk);—verde ranocchia der Künstler. Ist der ophites der Römer, λιθος οφιτης der Griechen, welcher Name wahrscheinlich nicht von ophis die Schlange herstammt, sondern von der Insel Ophiusa (später Tenos, jetzo Tinos), wo seit ältesten Zeiten Serpentinbrüche betrieben wurden, wie auch noch gegenwärtig; das Gestein heisst: μαρμαρον πρασιον im Neugriechischen, und es ist wohl möglich, dass es diesen Namen schon im Alt-Griechischen führte, da πρασιον in Verbindung mit andern Wörtern grüne Steine bezeichnet;—Serpent in ininniger [inniger] Verbindung mit Kalkstein, kommt in Italien mehrfach vor, wie bey Genua, der bekannte marmo della Polcevera und pietra l'Avezzara, war den Alten ohne Zweifel bekannt, wir wissen aber nicht, unter welchem Namen. Zu unserm Serpentin gehört grossentheils der gabbro der Italiener, auch der marmor de Valerano, der verde di prato u.s.w.