kwastzy im Russischen;—kamenec, kameinjek, ledek im Czechischen.


§. 6. Mineralalkali, Natron, Soda.

Das Mineralalkali, oder das reine kaustische Natron, ist ein eigenthümlicher Stoff, ein chemisches Element, das als solches nicht natürlich vorkommt, aber mit Säuren mannichfaltige Verbindungen eingehet, von denen einige sehr häufig sich finden. Die Verbindung mit Chlor bildet das Kochsalz, mit Schwefelsäure das Glaubersalz, mit Kohlensäure das gewöhnliche Natron, dessen wahre Natur zuerst Hiorne 1712 ermittelt haben wird. Das (kohlensaure) Natron, das vorzugsweise und zu allen Zeiten zur Fabrication des Glases und der Seife verwendet wurde, gewinnt man theils durch Verbrennung gewisser Pflanzen, und heisst dann Soda, theils erscheint es als Ausblühung gewisser Straten, wie in Indien, Aegypten u.s.w., dieses bezeichnet man gewöhnlich als Natron; in der Berberey, vorzüglich bey Tripolis findet sich sehr häufig ein solches Natron, welches aber etwas weniger Wasser enthält, unter dem Namen Trona bekannt ist. Alle diese 3 Modificationen sind nicht wesentlich verschieden.

A. Das Natron.

Es blühet theils aus der Erde, wie besonders in Indien, und wird so direct eingesammelt, oder es wird von vorhandenem Wasser, in Landseen aufgelöst, und aus diesen gewonnen, wie besonders in Aegypten (aus dem Natron-See), Ungarn u.s.w.;—den alten Aegyptern diente es zum Einbalsamiren der Leichen, die 70 Tage in λιτρον eingesalzen wurden, wurde überhaupt viel zur Färberey, zu Glas, Seife u.s.w. angewendet.

kien im Chinesischen, und siao (wie auch der Salpeter heisst);—sedgy, sejji und miltee im Hindu;—sorjica im Sanscrit, auch sardshi, sajika, sardshika und saridshikashara, wadshraka, kapota, crughnikab, kschara (ist wohl Soda);—kschara in Bengalen (ist wohl Soda);—cudshiri im Mongolischen;—agh jegipto im Armenischen (d.i. ägyptisches Salz), auch wir und paragay wird mit nitrum übersetzt.

hasm, hosem, hasem in der ägyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;—hasm, hosm im Koptischen, hosm eftresthrosoch ist die röthliche Abänderung;—isar im Türkischen;—nusadir im Persischen.

nitrum, natrum im Arabischen, wo man rothes, weisses und graues unterscheidet;—nether im Hebräischen und Chaldäischen;—nitro im Syrischen;—νιτρον, λιτρον im Griechischen, νιτρον ερυθρον war das röthliche;—nitron, lithron der Römer; commune war das unreine, wie es aus den Natron-Seen kommt, halmyrhaga das reine, ausgeblühete Salz, spuma nitri, αφρονιτρον der Griechen (αξιλλησιον in späterer Zeit), das ausgeblühete mehlartige Salz; ammonitron war ein mit Sand zusammengeschmolzenes, eine Art rohes Glas, agrium war auch ein unreines Natron (könnte zusammenhängen mit agrum, wie im Türkischen die Trona heisst); nitrum ustum war das reine ätzende Natron. Die Schwefelleber, hepar sulphuris (durch Zusammenschmelzen von Natron und Schwefel) kannte man ganz gut, wie aus Plinius erhellet, doch wird kein Name dafür angegeben.—natar im Gälischen;—natron, sal vitri im neuern Latein;—natron in den neuern Sprachen;—glassalz im Altteutschen.

gatzua im Baskischen; gatzastea ist Alkali im Allgemeinen, gatza ist Salz;—szekisso, auch termesz szik so im Magyarischen.