aquamarine, aigue marine de Siberie, beril im Französischen;—aquemarine, beril im Englischen;—aquamarina, beril im Italienischen;—agoas marinhas im Spanischen.

C. Unsere Gattung Chrysolith oder Peridot und Olivin.

Der eigentliche, edle Chrysolith oder Peridot der französischen Mineralogen, zeichnet sich durch seine schön pistazien-oder olivengrüne Farbe aus, die bey keinem andern Steine so rein vorkommt, ist durchsichtig, nicht sehr hart, findet sich meist in Geschieben, selten in Krystallen, in Indien, Syrien und Aegypten, aber nicht sehr häufig, dient als Schmuckstein, bekommt gewöhnlich eine Goldfolie, die einen angenehmen grünen Goldglanz ertheilt.

Eine unedle körnige Abänderung ist der Olivin, der in gelbgrünen, körnigen Massen häufig in unserm Basalte erscheint, aber nicht technisch benutzt werden kann, nur ein mineralogisches Interesse hat.

Wie vorher bemerkt ist, wird unser Chrysolith der zeberjed der Orientalen seyn, der zabergad im Hindu, zeberjed im Arabischen;—seberdsched im Persischen und Türkischen.

Dieser Name ist nicht in das Griechische und Lateinische übergegangen; aber der smaragdus olearius, d.i. der öhlgrüne, mag unser Chrysolith gewesen seyn, der sich eben durch diese Farbe auszeichnet.

Als die neuere Mineralogie sich wissenschaftlich begründete, begriff man unter Chrysolithus verschiedene grüne Steine, Werner beschränkte (1790) diesen Namen auf unsern Chrysolith, den er Krisolith nannte; die französischen Mineralogen nannten ihn aber Peridot, welcher Name hergenommen ist von peridot, peradota, pelidor, wie in den Schriften des Mittelalters ein grüner kostbarer Edelstein genannt wird, von dem wir aber nichts weiter wissen, den wir nicht zu deuten vermögen.

Der Olivin wurde früher meist mit Chrysolith verbunden; Werner stellte ihn als eigne Gattung auf, entlehnte den Namen von der olivengrünen Farbe; Hauy verband ihn mit peridot.

D. Der tharschisch der Hebräer und der Chrysolithos.

Einer der 12 Edelsteine im hohenpriesterlichen Schmucke der Hebräer war der tharschisch, den die meisten Bibelübersetzer mit χρυσολιθος geben, auch mit θαρσεις, θαρσις.