thorschisch im Syrischen; auch crum jamma (nach Onkelos), nach einer Vermuthung χρωμα θαλασσης, Meerfarbe; und crum jamma raba (nach Jonathan), das Köstlichste des grossen Meeres;—tarschin, tarsin im Chaldäischen, übersetzt mit lapides acuti, duri, kann hiermit in Verbindung stehen.
Wir wissen von diesem Schmucksteine nichts, als dass er mit χρυσολιθος übersetzt ist, was entweder Goldstein bedeutet, oder die Gattung χρυσολιθος.
kerosotholos im Syrischen, auch krosotholos, wird mit chrysolithus übersetzt;—kerosotolobi, kerelosotobe im Aethiopischen wird mit Chrysolithos übersetzt, der auch zobhera warek (von warek das Gold) heisst;—χρυσολιθος kommt, so viel ich weiss, bey den griechischen Autoren nicht vor; χρυσος ist Gold;—chrysolithos der Römer, kann mit kerosotholos, auch mit χρυσος zusammenhängen; Plinius 37. 42 spricht ausführlich über ihn, aber so confus, dass gar nichts Bestimmtes aus seiner Nachricht zu entnehmen ist; er redet von indischen, äthiopischen (aureo fulgore translucens), pontischen, arabischen, die alle als Ringsteine dienten, theils hart, theils weich und röthlich wären, in Spanien habe man sie bis zu 12 pondus Schwere gefunden; zum Theil hiessen sie auch Chryselectri, Leucochrysi, Melichrysi, Xanthi oder Xystion;—χρυσολιθος im Mittelalter, wohin auch gerechnet wird ετησιος, αιτησιος, etesius lapis.
Es scheint, dass unter Chrysolithus verschiedene gelbe, politurfähige Steine zusammengefasst sind. Die gelbe Farbe ist bey den Edelsteinen eine seltene. Der einzige eigentlich gelbe Edelstein, den wir haben, ist der Topas, der kommt nicht in Indien vor; wir erhalten ihn aus Brasilien, Sachsen, neuerlich auch aus Siberien; aber der Diamant und andere Edelsteine kommen zuweilen gelblich vor. Der Flussspath ist wohl der einzige gelbe politurfähige Stein, der sich in Massen findet. Der Bernstein ist eine Gemme von goldgelber Farbe; aber auf diesen passt nicht, was Plin. vom Chrysolithos sagt; er heisst im Arabischen karabe, ähnlich in andern orientalischen Sprachen; ein Zusammenhang mit kerosotolobi wäre vielleicht möglich.
Ueber den tarschisch herrschen sehr verschiedene Meinungen; Luther hat ihn mit Türkis übersetzt, dem ich nicht beypflichten möchte; Bellermann (Urim und Thumim), mit Chrysolith; Bredow (historische Untersuchungen II. 295) mit Bernstein; soll eine Conjectur gemacht werden, möchte ich diesem beypflichten.
E. Unsere Gattung Chrysoberyll oder Cymophane.
Diess ist ein gelbgrüner Edelstein, der meist einen eigenthümlichen, bläulichen Lichtschein hat, weshalb ihn die französischen Mineralogen cymophan, d.i. wogendes Licht, nennen. Er ist ein nicht geschätzter Edelstein, der wenig in Handel kommt, sich nicht häufig in Ceylon, Pegu und Siberien findet, meist aus Brasilien kommt. Man nannte ihn früher Chrysolith und Beryll. Werner fixirte den Stein als eigne Gattung, und entlehnte den Namen von Chrysoberyllus, der ein gelber Beryll gewesen seyn wird. In Brasilien nennt man die Steine agoas marinhas, auch Chrysolithas; im Russischen solotozwetnoi kamenj, auch Chrysoberyll.
Im Oriente und Alterthume dürfte er nicht unbekannt seyn; aber schwerlich hat man ihn als eigne Gattung herausgehoben, ihn vielleicht zum seberdsched (Chrysolith) oder zum Katzenauge gerechnet.
Plin. 37. 18 sagt: Zu den ägyptischen Smaragden rechnet man auch den hermeos, den man den Löwen-Statuen als Augen einsetzt und die persischen Smaragde; jene haben ein aufgeschwollenes Ansehn, diese sind nicht durchsichtig, doch von angenehmer Farbe, ähneln den Augen der Katzen und Panther. Der hermeos war daher ein grüner Stein, mit schillerndem Lichtschein, diess passt vollkommen auf unsern Chrysoberyll, weniger auf das Katzenauge, das nicht grün ist.