Diejenigen Frauen, die durch Schiller und Goethe die männlichen Helden kennen gelernt haben, wissen, daß sie nur durch »Dienen« zur Herrschaft gelangen (ja freilich!) und geben sich daraufhin zu allem her.
Die Backfische, die Chamisso's Syrup
| »Seit ich ihn gesehen, |
| Glaub' ich blind zu sein« u. s. w. |
hinhimmeln, die gehen mit einem suggerierten Idealismus in das Eheglück hinein. Freilich, klug ist es nicht, daß unsere Mütter ihren Töchtern all die veralteten Melodien in die Hand geben. Unsere Zeit ist eine andere. Es leben andere Menschen, es sind andere Verhältnisse. Die Töchter dürfen nicht mehr »blind sein«, seit sie ihn gesehen.
Nein, weil sie ihn gesehen, muß man ihnen die Augen öffnen!
Nach Chamisso ist ein anderer hehrer Geist herabgestiegen. Und seine gewaltige Stimme sprach:
»Manchen Menschen darfst Du nicht die Hand geben, sondern die Tatze, und ich will, daß Deine Tatze auch Krallen habe.«
Wäre dem so, der Mann und die Frau, beide wären sie glücklicher. Aber es giebt so verschiedene Arten von Weibern, die, obzwar sie in der Welt Bescheid wissen, doch singen:
Aber die edle Frau, die aus kühler Ferne beobachtet, ohne Herz und ohne Galle sprechen zu lassen, die gleichgültig lächelnd vom hohen Balcon herabschaut auf das Treiben der Männlein und Weiblein, die singt ein anderes Lied, das da lautet: