»Was?« fragte Maggie kurz.
»Daß du ... ihn nun auch liebst ... Ach, warum habe ich auch daran nicht gedacht! Mein Gott, mein Gott ... was wird das nun?«
Da lachte Maggie kalt.
»Mit solch blödsinnigen Phantastereien, wie Liebe, verschon' mich!« sagte sie. »Ich nähme ebenso gerne Kurowski oder jeden anderen, der mir das bietet, was ich beanspruche.«
Gertrud nahm ihre Hände und wollte sie an sich ziehen. Sie riß sich los.
»Durch meine überspannte Zärtlichkeit für dich, an der du Schuld bist, du ... mit dem 'weißblonden Köpfchen',« lachte sie höhnisch, »bin ich in diese ganze schiefe Lage geraten. Sähe ich dich nicht jammern und hinschwinden, wahrhaftig, ich würde mich nicht einen Augenblick besinnen ...«
»Ach, Maggie,« sagte Gertrud sanft, »Ich kenn' dich ja besser. Ich verstehe dich auch ... glaube mir, ich kann ganz mit dir empfinden. Ich hab' ihn ja selbst so lieb!«
Maggie machte eine ungeduldige Bewegung und trat an das Fenster.
Gertrud stand wieder hinter ihr.
»Nein, Maggie, wir wollen solch einen Ton zwischen uns doch nicht aufkommen lassen. Wir beide müssen zusammenhalten, wie auch alles wird. Glaubst du denn, ich werde mich von dir so einfach zurückweisen lassen, wenn du so elend bist, daß du schlecht sein willst?«