Hagedorn machte große Augen. »Da soll doch der Teufel ... I da soll doch –«

»Ja, und weißt du, Papa, ich bin mit Schuld daran,« fuhr Maggie schnell fort. »Sie tat mir so furchtbar leid, und Seckersdorf schien sich auch für sie zu interessieren. Da hab' ich selbst ihr zugeredet, und nun ...«

Der Oberförster fuhr empört auf. »Zum Teufel, da seid ihr ja beide ... Weißt du, daß das dumm und niederträchtig ist, was du getan hast?«

Maggie stand unter dem Eindruck, als hole sie sich durch ihre Offenherzigkeit zum Vater Freisprechung für ihr Benehmen gegen Gertrud.

»Ja, Papa, du wirst schon recht haben ... Aber jetzt, jetzt ist das alles anders geworden –«

»Jetzt willst du den Seckersdorf selbst haben! Lüge nicht ... Nun seid ihr beide hinter ihm her! Ohrfeigen könnte ich dich. Die Gertrud wird sofort nach Laukischken geschickt, und an Kurowski werd' ich schreiben ... Da soll mir doch einer ... das soll in meinem Hause passieren ... meine Töchter ...«

»Papa, ereifere dich nicht,« sagte Maggie kalt, »damit änderst du doch nichts.«

»Oho ... die Geschichte ist mir jetzt ganz klar,« rief der Oberförster und lief wütend weiter. »Du bist ja eine Gerissene ... Du hast dich mit dem Seckersdorf so pani braci gestellt, ihn sozusagen mit der Gertrud geködert.«

»Nein, Papa, das ist mir erst seit der Waldlacker Gesellschaft eingefallen, daß ich mir selbst doch eigentlich die Nächste bin.«

Und sie setzte ihm auseinander, wie alles gekommen war. Wie sie zuerst durch Gertruds Zärtlichkeit für ihre Kinder stutzig geworden sei, wie sie allmählich dann auch an die anderen Schwierigkeiten bei einer Scheidung gedacht habe, und wie wenig Gertrud dem allem gewachsen sei; und schließlich wären dann auch ihre vierundzwanzig Jahre und ihre eigene Zukunft in Betracht gekommen. Kurz, sie sagte alles, wie es sich in der Tat verhielt; nur die unehrlichen Seiten der ganzen Sache, die überging sie möglichst, und von ihrer Schuld gegen die Schwester sprach sie überhaupt nicht.