Maggie hätte sie gern in die Arme genommen, aber sie wagte es nicht und fürchtete sich auch. Sie ging nach der Glocke.
»Was willst du?« fragte Gertrud lebhafter, in Angst.
»Aber, Kind, heut' ist es schon zu spät, heut' kannst du nicht mehr fort. Du hast auch Fieber, ja, du hast Fieber, und ich will nach der Jungfer ...«
Gertrud hielt sie fest.
»Ich habe einen Wagen gehört,« sagte sie bang. »Ist mein Mann etwa da?«
»Nein, nein, – wie sollte er?« sagte Maggie bebend. »Wie kommst du darauf?«
»Mir fiel ein, er könnte mit seinem Brief zugleich abgefahren sein –«, sie schob ihr den Brief zu, der auf dem Tisch lag.
Maggie nahm ihn an sich.
»Die Auklapper waren es,« sagte sie. »Sie wollen dich gern sehen. Aber du wirst nicht können, nicht? Du mußt zu Bett, ja?«
Gertrud antwortete nicht und starrte schweigend in die Lampe. Maggie klingelte.