Nicht, wie ein Mensch weint, dem ein großer Kummer das Herz getroffen hat. Es war ein Winseln, wie das des müden Windes draußen, der die grauen Wolken nicht verjagen konnte. Ein jammervolles, grauenhaftes Weinen.

Die treue Lina beugte sich verständnislos zu der Liegenden.

»Fehlt der gnädigen Frau etwas?«

»Mein einziges, ... mein letztes« ...

Nur eine matte Handbewegung nach den Scherben am Boden.

Achselzuckend sah die Jungfer darauf nieder.

»Beruhigen sich gnädige Frau doch ... gnädige Frau schaden sich. Herr Doktor ist auch schon zu Hause und kann jeden Augenblick hereinkommen« ... Das jammernde Weinen hörte nicht auf. Leise und eintönig klagte es weiter.

Die treue Lina stand ratlos daneben und ließ in Gedanken die im Hause verkehrenden Herren an sich vorübergehen.

So irgendeine heimliche Geschichte mußte doch dahinter stecken! ... Was konnte nur geschehen sein? ... Sie hatte schon immer gedacht ... diese Stillen ... Ob sie nun nicht doch den Herrn rief?

Da schlug matt draußen das Telephon an.